Eine Trauerrede selbst schreiben: Tipps, Aufbau und die richtige Dauer
Mut zum Herzschlag: So findet ihr die richtigen Worte für einen liebevollen Abschied.
Sich am Grab vor Familie und Freunde zu stellen, erfordert unglaublich viel Mut. Viele Angehörige, die ich in Fulda, Ebersburg oder MKK begleite, spielen mit dem Gedanken, die Rede selbst zu schreiben. Doch wie fängt man an? Hier ist euer roter Faden.
Die richtige Dauer: Kraft in der Kürze
Ihr müsst keinen einstündigen Vortrag halten, um dem Leben eines Menschen gerecht zu werden.
- Hauptrede: Etwa 10 bis 15 Minuten (ca. 1.000 bis 1.500 Wörter). Das ist die perfekte Dauer, um in die Tiefe zu gehen, ohne zu überfordern.
- Kurzbeitrag: Wenn ein Redner die Hauptrede hält, sind 3 bis 5 Minuten für einen persönlichen Gruß ideal.
Der Aufbau: Ein Gerüst für eure Gedanken
- Einleitung: Begrüßt die Anwesenden kurz und ordnet eure Rolle ein. Sprecht den Verstorbenen vielleicht direkt an.
- Hauptteil: Das Leben feiern: Verzichtet auf einen trockenen Lebenslauf. Erzählt Geschichten! Was war seine Leidenschaft? Welche Macken machten ihn unverwechselbar? Hier darf auch geschmunzelt werden.
- Schluss: Der Abschied: Ein tröstendes Zitat, ein Dank für die gemeinsame Zeit und ein letzter bewusster Gruß runden die Rede ab.
4 Praktische Tipps
- Schreibt, wie ihr sprecht: Verwendet eure eigenen Worte. Authentizität berührt am meisten.
- Groß ausdrucken: Nutzt Schriftgröße 14 oder 16. Niemals vom Handy ablesen!
- Pausen sind Freunde: Wenn Tränen kommen: Atmet durch. Jeder im Raum fühlt mit euch.
- Plan B: Gebt eine Kopie eurem Redner. Wenn die Kraft fehlt, kann diese Person sanft übernehmen.
Braucht ihr Unterstützung?
Wenn das leere Blatt zu schwer wird, bin ich für euch da. Ich fange eure Erinnerungen ein und schreibe die Rede für euch.
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